Rechenschaftsbericht 2025:
Einleitung
1. 30 Jahre Kreishandwerkerschaft Uckermark – Höhepunkt des Jahres 2025
Ein besonderer Meilenstein war das 30-jährige Bestehen der Kreishandwerkerschaft Uckermark.
Bereits 2024 begannen die umfangreichen Vorbereitungen für die Jubiläumsveranstaltungen. Neben der Organisation des traditionellen Handwerkerballs wurde eine Festveranstaltung vorbereitet, bei der engagierte Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister für ihre besonderen Verdienste um das Handwerk ausgezeichnet wurden.
Zur Würdigung des Jubiläums wurden:
• Anträge für Ehrungen und Auszeichnungen für die Handwerkskammer erarbeitet,
• Sponsoren für die Durchführung der Veranstaltungen gewonnen,
• ein umfassendes Kommunikationspaket geschnürt mit einer Jubiläumsbroschüre, online und Print mit Unterstützung der Werbeagentur „JS“-Deutschland Online- und Social-Media-Aktivitäten vorbereitet und umgesetzt.
• Redaktionelle Begleitung Print- und online von unterschiedlichen Handwerksbetrieben mit finanzieller Unterstützung vom Versorgungswerk
Das Jubiläum bot eine hervorragende Gelegenheit, die Bedeutung des Handwerks in der Uckermark öffentlich sichtbar zu machen und die Leistungen der Mitgliedsbetriebe hervorzuheben.
2. JTF-Förderung – Unterstützung für die Handwerksbetriebe
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Begleitung und Information der Betriebe zu den Fördermöglichkeiten im Rahmen des Just Transition Fund (JTF).
Die Kreishandwerkerschaft nahm an verschiedenen Informationsveranstaltungen zur JTF-Förderung teil und führte einen intensiven Informationsaustausch mit Innungsbetrieben, dem Kreishandwerksmeister sowie der Handwerkskammer Ostbrandenburg.
In enger Zusammenarbeit mit Kreishandwerksmeister Christina Lau und Herrn Holl von der Handwerkskammer wurden Betriebe über Fördermöglichkeiten informiert und bei der Nutzung entsprechender Programme unterstützt. Ziel war es, insbesondere kleine und mittelständische Handwerksbetriebe bei Investitionen, Digitalisierungsvorhaben und Zukunftsprojekten zu begleiten.
Die hohe Nachfrage zeigte deutlich, dass Fördermittelberatung weiterhin ein wichtiges Handlungsfeld für die Kreishandwerkerschaft bleibt.
3. Immobilienmanagement
Auch im Bereich der Immobilien konnten wichtige Aufgaben umgesetzt werden.
Haus 1
• Vermietung der Wohnung an einen japanischen Mieter.
• Vermietung der Büroräume an die Firma Poborski/Vorwerk.
• Überprüfung und Wartung der Brandmeldeanlage.
• Erarbeitung und Anbringung von Fluchtwegen
Haus 2
• Weitere Vorbereitung für den Umbau von Haus 2
• Durchführung von Gesprächen mit Herrn Picht.
• Beratung der geplanten Maßnahmen im Arbeitskreis. Mit dem Ergebnis einer Teilsanierung aus finanziellen Gründen fortzufahren.
4. Innungsarbeit und Gremienarbeit
Die Interessenvertretung des Handwerks wurde durch zahlreiche Sitzungen und Veranstaltungen sichergestellt.
Dazu gehörten:
Vorstandssitzungen und Innungsversammlungen,
Vorbereitung der Jahresabschlüsse 2024 und Haushaltsplanungen 2025
• Sitzungen des Versorgungswerkes,
• Beratungen innerhalb der Kreishandwerkerschaft,
• Durchführung der turnusmäßigen Neuwahlen aller Vorstände.
Darüber hinaus wurden innungsübergreifende Fahrten organisiert, unter anderem nach Stettin.
Diese ist mangels Teilnahme leider ausgefallen. Die Kreishandwerkerschaft unterstützte außerdem die Bäckerinnung beim Stadtfest in Angermünde.
Zu den traditionellen Aufgaben gehörten weiterhin:
• Brot- und Brötchenprüfungen,
• Stollenprüfung,
• Gratulationen zu Meisterjubiläen und runden Geburtstagen.
Die Öffentlichkeitsarbeit wurde durch redaktionelle Beiträge, Veröffentlichungen auf der Internetseite und Social-Media-Aktivitäten begleitet.
5. Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkveranstaltungen
Im Jahr 2025 wurde die Sichtbarkeit des Handwerks durch zahlreiche Veranstaltungen gestärkt.
Hierzu zählten:
• Handwerkerfrühstück mit der Sparkasse Uckermark in Angermünde,
• Unternehmerfrühstück mit der VR-Bank Uckermark,
• Teilnahme an der Mitgliederversammlung der VR-Bank,
• Neujahrsempfänge in Prenzlau, Angermünde und Schwedt
Die Kreishandwerkerschaft war zudem auf zahlreichen Messen und Berufsorientierungsveranstaltungen vertreten:
• SAM,
• Vocatium,
• Lehrberufeschauen,
• „Komm auf Tour“.
Für die Lehrberufeschauen wurden gezielt Innungsbetriebe zur Mitwirkung gewonnen.
6. Projekte zur Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung
Die Nachwuchsgewinnung blieb ein zentrales Anliegen.
Fortgeführt wurde das Projekt „Werken“ an der Grundschule Boitzenburg. Mit der Firma Robeta aus Milmersdorf konnte ein neuer Sponsor für die Materialbereitstellung gewonnen werden.
Darüber hinaus wurde das Projekt „Mobiler Werkunterricht“ weitergeführt, mit dem Ziel, den Werkunterricht an den staatlichen Grundschulen im Land Brandenburg wieder einzuführen.
Gemeinsam mit dem Jobcenter Uckermark wurde ein Projekt zur Nachwuchsgewinnung unterstützt. Die Aufgabe der Kreishandwerkerschaft bestand dabei insbesondere in der Gewinnung geeigneter Handwerksbetriebe.
Weitere Kooperationen bestanden mit:
• dem Oberstufenzentrum Uckermark,
• Bildungsträgern der Region,
• dem Arbeitskreis Netzwerk Zukunft.
7. Kooperationen und Vereinbarungen
Im Berichtsjahr wurden neue Kooperationen vorbereitet.
Gemeinsam mit der Unternehmervereinigung Uckermark wurden Kooperationsvereinbarungen für das Projekt Werken und mit den Stadtwerken Prenzlau sowie den Städtischen Werken Angermünde finanzielle Vorteile für Strom und Gas sowie Telekommunikation ausgearbeitet und den Mitgliedern angeboten.
Diese Zusammenarbeit soll künftig den Austausch zwischen Handwerk, Wirtschaft und kommunalen Unternehmen weiter stärken.
8. Politische Interessenvertretung
Die Kreishandwerkerschaft brachte die Interessen des Handwerks aktiv in politische Prozesse ein.
Hierzu gehörten:
• Beteiligung am Wirtschaftswarntag in Prenzlau,
• Teilnahme an Podiumsdiskussionen,
• Organisation von Betriebsbesuchen mit der Landrätin und kommunalen Vertretern,
• Gespräche zur Gründung eines Wirtschaftsbeirates in Angermünde.
Die Netzwerkarbeit mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft wurde kontinuierlich ausgebaut.
9. Zusammenarbeit mit Partnern und Institutionen
Die Kreishandwerkerschaft engagierte sich in zahlreichen regionalen und überregionalen Gremien.
Dazu gehörten:
• Unternehmervereinigung Uckermark
• Regionalausschuss der IHK
• Lokale Aktionsgruppe (LAG)
• Arbeitsgemeinschaft Mitteldeutschland e. V.
• Jobcenter Uckermark
• Netzwerk Zukunft
Darüber hinaus erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit:
• den Landesinnungsverbänden
• der Handwerkskammer Ostbrandenburg
• dem Versorgungswerk
• Grawert und Partner
• Signal Iduna (Aufnahme in den Mittelstandsbeirat)
10. Hoheitsaufgaben und Prüfungswesen
Im Auftrag der Handwerkskammer wurden zahlreiche hoheitliche Aufgaben wahrgenommen.
Dazu gehörten:
• Organisation der Gesellenfreisprechungen
• Vorbereitung und Durchführung der Arbeit von sieben Prüfungsausschüssen
Im Auftrag des Zentralverbandes des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK) wurden folgende Aufgaben wahrgenomnmen:
- Führung und Pflege der Zentralen Datenbank
- Werkstattüberprüfungen
Zusätzlich fanden Gespräche zur Qualität der Lehrlingsausbildung , u.a. bei Holzfactura Angermünde, unter Beteiligung der Handwerkskammer statt.
11. Beratungsleistungen für Mitgliedsbetriebe
Die individuelle Beratung der Betriebe stellte weiterhin einen wesentlichen Schwerpunkt dar.
Beratungsschwerpunkte waren:
- Beratung bei Anzeigen von Schwarzarbeit, u.a. in den Bereichen Friseur, Bäcker und Bau
- Mahn- und Inkassowesen
- Ausbildungsverträge
- Betriebsnachfolge
- Betriebsübernahmen
- Fördermöglichkeiten
- Ausbildungsabbrüche
- Tarif-Fragen
- Antragsvorbereitungen für die Eintragungen in die Handwerksrolle
- Werbeanzeigen und Öffentlichkeitsarbeit
Darüber hinaus wurden Lehrgänge und Schulungen organisiert, unter anderem:
• Erste-Hilfe-Kurse
• Ersthelferausbildungen
• Arbeitsschutzunterweisungen
• Vermittlung von Kontakten von Betriebsärzten
Für die Baudenkmalpflege Prenzlau wurde ein Antrag für einen Nachhaltigkeitspreis erarbeitet. Zudem wurde die finanzielle Beratung eines SHK-Betriebes begleitet.
12. Digitalisierung und Verwaltung
Im Bereich der Verwaltung wurden erste Gespräche zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Arbeit der Kreishandwerkerschaft geführt.
Ziel ist es, Verwaltungsabläufe künftig effizienter zu gestalten und die Serviceangebote für die Mitgliedsbetriebe weiter auszubauen.
13. Seniorenausflüge
- Dampferfahrt Prenzlau
- Reise nach Hamburg ( ausgefallen wegen mangelnder Beteiligung)
- Weihnachtsfeier – Bunter Weihnachtsteller an den UBS in Schwedt
14. Mitgliederentwicklung 2025
Mitgliederbestand
• 187 Innungsbetriebe
• 52 Gastmitglieder
Gesamtbestand: 239 Mitglieder
• 5 Kündigungen
Neuzugänge 2025:
• 7 Neuzugänge
Damit konnte im Jahr 2025 insgesamt ein leichter Mitgliederzuwachs erzielt werden.
Ausblick 2026:
Für das Jahr 2026 stehen insbesondere die weitere Mitgliedergewinnung, die Fachkräftesicherung sowie die Stärkung des regionalen Handwerks im Mittelpunkt.
Bereits angekündigt wurden Kündigungen zum 31.12.26 von fünf Innungsbetrieben und einem Gastmitglied. Gleichzeitig konnten erste neue Mitglieder gewonnen werden.
Nachfolger suchen dringend:
- Bäcker Schmidt: Gramzow
- Modische Linie: Prenzlau
Geplante Schwerpunkte:
- Projekt - Entdeckertour Werken für die Uckermark
- Fortführung der JTF-Beratung für Handwerksbetriebe,
- Ausbau der Kooperationen mit Wirtschaft und Kommunen,
- Weiterentwicklung der Nachwuchsprojekte,
- Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit,
- Digitalisierung interner Prozesse,
- Gewinnung neuer Innungs- und Gastmitglieder.
Neumitglieder:
- Baudenkmalpflege Prenzlau – Bauinnung –
- DWF-Baustoff-Fachhandel GmbH für die Dachdeckerinnung - als Gastmitglied
Die Kreishandwerkerschaft wird sich auch künftig als starker Dienstleister und Interessenvertretung des regionalen Handwerks für die Belange ihrer Mitgliedsbetriebe einsetzen und die wirtschaftliche Entwicklung der Uckermark aktiv begleiten.